Griechenland – Sommer 2015

Griechenland 2015

Route

Nachdem unsere nagelneue Klimaanlage nach nur einem Einsatz ausgetauscht werden musste, hatten wir nur ein paar Stunden Zeit, um unser Wohnmobil zu reinigen und zu beladen. Mit ziemlicher Sicherheit haben wir etwas vergessen 🙂

Am Sonntag 21.6.2015 – Sommeranfang – um 14:30 sind wir losgefahren. Erstes Ziel: Tessin oder Norditalien. Nach einem Tankstopp in Deitingen ging es zügig voran. Kein Stau am Gotthard! Zumindest nicht Richtung Süden.

Auf der Gotthardraststätte haben wir das ProMobil App gestartet und uns für den Stellplatz Tamaro auf dem Monte Ceneri entschieden welchen wir um 18h30 erreichten.

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Camper Area Tamaro, Monte Ceneri TI

Dieser Stellplatz ist tatsächlich wunderschön. In einem Park mit Bäumen, Stromanschluss, W-LAN und natürlich V+E. Das alles zum Preis von 24 Franken für eine Nacht, bzw. 10 Franken für die ersten 2 Stunden, danach 1 Franken pro Stunde. Die Passstrasse ist etwas lärmig, aber wir sind nicht sehr empfindlich. Ebenfalls führt eine Hochspannungsleitung direkt über den Platz, aber auch da sind wir flexibel.

Montag 22.6.2015
Nach einer ruhigen Nacht ging es am nächsten Tag um 10h00 los Richtung Italien. Nach einigen Stopps auf Raststätten erreichten wir den Camping „Madonna Del Ponte“ in Fano.

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Camping Madonna Del Ponte, Fano I

Dieser Camping ist recht eng. Auf jeden Fall hatte unser Wohnmobil nur quer in der Parzelle platz. Der CP wird hauptsächlich von Dauer-Campern benützt. Die Sanitäranlagen sind i.O. Entsorgung gibt es keine richtige… Das Essen im Camping Restaurant ist dafür sehr lecker. Die bessere Hälfte genoss den gegrillten Fischteller und ich den gegrillten Fleischteller. Der Hauswein war ebenfalls perfekt.

Dienstag 23.6.2015
Mittags am nächsten Tag nahmen wir den kurzen Weg nach Ancona in Angriff. Der Küste entlang ging es gemächlich voran. In Ancona angekommen haben wir versucht, den Tank zu füllen. Mit der gegenwärtigen Situation in Griechenland wollten wir sicher gehen, wenigstens genügend Treibstoff an Bord zu haben, um von Igoumenitsa nach Zakynthos und zurück zu kommen 🙂

Aber interessanterweise waren alle Tankstellen die wir ansteuerten geschlossen oder gar ausser Betrieb! Nun gut, es ist ja noch nicht ganz Ende Monat, da wird das schon klappen in GR.

Obwohl es hiess, man könne erst 2-3 Stunden vor der Abfahrt der Fähre (19h00) einchecken, gingen wir früh, 14h30, zum Check-Inn Terminal. Dort konnte man sofort die nötigen Papiere entgegennehmen. Danach beschlossen wir gleich zum Hafen zu fahren. Das Wetter war recht angenehm. Eigentlich sogar recht frisch für Ende Juni. 21 Grad zeigten die Thermometer. Das Warten ist immer recht mühsam. Klar hätte man noch die Stadt besichtigen können, aber irgendwie haben wir immer so ein komisches Gefühl, dass man auf keinen Fall die Fähre verpassen möchte. So gegen 18 Uhr dachten wir, dass die Fähre eigentlich da sein müsste. Kurz nachgefragt erklärte uns die nette Beamtin, dass das Schiff erst gegen 20 Uhr kommen würde!

Da beschlossen wir eine Piadina mit Rohschinken und Käse am Hafen zu essen. Schlechte Wahl. War echt nicht fein. Jä nu, mal gewinnste, mal verlierste 😉

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Hafen von Ancona

Als die Fähre endlich eintraf wurde sofort damit begonnen, LKW’s zu verladen. Aber niemand kam raus! Es stellte sich heraus, dass die Fähre bereits von Venedig her kam und natürlich niemand in Ancona raus musste. Auf den Superfast Fähren gab es meiner Erinnerung nach nur 9 oder vielleicht 12 Plätze für Camping an Board. Aber hier standen mindestens 15 grosse Camper plus Autos mit Wohnwagen und kleine Camper mit Anhänger. Das ANEK Schiff „Forza“ sieht halt auch ganz anders aus, als ein Superfast Schiff. Das Deck mit Restaurant usw. ist viel kleiner. Dafür erstreckt sich ein Deck über die gesamte Länge des Schiffes, welches für Camping on Board, bzw. für LKW’s gedacht ist. Wir waren unter Dach aber trotzdem mit schöner Aussicht!

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Aussicht aus dem WoMo Fenster auf der Fähre

Mittwoch 24.06.2015
Grundsätzlich war die Nacht sehr ruhig an Bord. Kein Lastwagen der die ganze Nacht die Kühlanlage laufen liess. Nur ein Camion hatte offensichtlich den ganzen Abend und den ganzen nächsten Morgen seine Alarmanlage in Betrieb. Die ging alle paar Minuten los. Zum Glück nicht während der Nacht, sonst hätte es wohl Mord und Totschlag gegeben 🙂

Mit einer guten Stunde Verspätung erreichten wir gegen 16h00 Igoumenitsa im Norden Griechenlands. Wir tankten voll und machten uns sogleich Richtung Süden auf. Nach gut einer Stunde erreichten wir den Camping Lichnos in Parga. Wir waren einfach mal in Richtung Parga gefahren und haben den ersten Camping genommen. Kurzer Check im ADAC Campingführer: Ja hier können wir hin.

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Camping Lichnos GR

Camping Lichnos, GR

Camping Lichnos, GR

Der Camping Lichnos ist direkt am Meer gelegen in einer schönen Bucht. Der Hang geht steil Bergauf. Dies führt dazu, dass schon früh keine Sonne mehr scheint. Die Sanitäranlagen fand ich jetzt nicht so der Bringer. Das Restaurant ist völlig in Ordnung. Die Stellplätze sind ziemlich genau 7 Meter lang, also genau so gross wie unser WoMo. Ich musste schon etwas schmunzeln. Wir sind ja immer noch blutige Anfänger, aber ein Österreicher hat so parkiert, dass der Zugang zu 3 weiteren Parzellen nicht mehr möglich war, obwohl er problemlos in seinem Stellplatz Platz gehabt hätte. Keine Ahnung warum da keiner reagiert hat… Egoismus scheint eh etwas recht verbreitetes zu sein, unter Camper. Aber dazu später mehr.

Donnerstag 25.06.2015
Eigentlich wollten wir nur 2-3 Stunden weiterfahren um gleich wieder im Meer baden zu können. Aber zwischen Parga und Patras sind die Campingplätze sehr dünn verteilt. Der ADAC Reiseführer hat nichts und auch das ProMobil App will nichts rausrücken. Also einfach mal losfahren. Irgendwo auf der Route kam endlich wieder ein Dorf mit einem Schild Camping. Dieser erste Camping war sehr klein und nur mit Dauermietern voll. Also fahren wir weiter. Ausgangs Dorf dann ein weiterer Wegweiser zu einem Camping. Wir folgend den Wegweisern und fahren plötzlich auf dem Strand! Nach ca. 200 Metern erscheint der Eingang zum Camping Alizia. Der freundliche, 13 jährige Sohn des Besitzers zeigt uns unseren Platz (Der, wie sich später herausstellt, sehr nette Vater macht Siesta). Der Camping wird hauptsächlich von Dauermietern benützt. Aber es verirren sich doch ein paar Touristen in den schönen Platz. Am Abend teilt uns die super nette Besitzerin mit, dass sie am Abend kocht. Diese Einladung nehmen wir natürlich gerne an und freuen uns auf die Souvlaki-Spiesse mit Frites! Lecker!

Erst jetzt, beim Schreiben des Berichts, finde ich mit Hilfe von Google Maps raus, wo wir eigentlich waren. Das Dorf heisst Mitika und befindet sich vis-a-vis der Insel Kalamos. Ein weiterer Ort, welcher wohl praktisch nur Camper entdecken können, da es kaum Hotels hat.

Camping Alizia, Mitika GR

Camping Alizia, Mitika GR

Freitag 26.606.2015
Am nächsten Tag geht es weiter. Wir wollten unbedingt etwas KM machen, da unser erstes richtiges Ziel der Reise Korinth war. Auf unglaublich Schlagloch-reichen Strassen ging es Richtung  Patras. Die Strassen in Griechenland sind eh immer wieder spannend. Mal nagelneu, mal in einem erbärmlichen Zustand. Was unser altes Womo, bzw. dessen Federung und Pneu alles aushalten muss, ist echt unglaublich. Aber hey, dafür wird fleissig an den Autobahnen gebaut.

Apropos, kurz nach Patras kommt die erste Zahlstelle für die Autobahn. Ja klar, denke ich. 8 Euro sind schon ok, schliesslich fahre ich jetzt 130 Km Autobahn. Ja genau! Direkt nach der Zahlstelle beginnt die Baustelle für die neue Autohahn. Man baut im Prinzip auf dem Trasse der alten Autohahn eine neue, EU-Konforme, Autobahn. Und zwar praktisch die ganzen 130 Km gleichzeitig! Bis auf ca. 2 Km war der ganze Weg eine einzige Baustelle. Wir haben also 8 Euro für eine 128 Km lange Baustellenbesichtigung bezahlt!! Kein Schnäppchen, ein Schnapp! 😉

Am Ziel angekommen besichtigen wir den Kanal von Korinth. 1881 bis 1893 gebaut, 6.346 m lang und 80 Meter tief verbindet er den Saronischen Golf mit dem Golf von Korinth. Ein wirklich eindrückliches Bauwerk. Auf der Brücke ertappt man sich ständig dabei, das Handy noch mehr festzuhalten, weil man Angst hat, es in den Kanal fallen zu lassen 😀

Kanal von Korinth GR

Kanal von Korinth GR

Danach geht es zu einem der sehr wenigen offiziellen Stellplätzen Griechenlands, den Camper Stop Afrodites Waters. Gefunden mit dem ProMobil App. Ein schöner Stellplatz mitten im Antiken Korinth, nur 300-400 Meter der Archäologischen Stätten entfernt. Der Vater des Besitzers heisst uns willkommen mit eingelegten Orangen und einem Glas Wasser. Unglaublich freundlich. Er erzählt uns, dass er und sein Sohn das Terrain nicht mit Bagger eben machen durften, wegen den Ausgrabungsstätten. So ist halt jeder Platz etwas schräg, was aber kein Problem ist, man hat ja Keile dabei. Auf dem Platz gibt es eine Toilette und eine Dusche. Der Strom ist inbegriffen und der Preis ist 10 Euro. Das heisst, eigentlich hat der Betreiber gesagt, gebt was ihr wollt, aber im ProMobil App stand 10 Euro und damit war der Chef zufrieden 🙂

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Camper Stop, Antikes Korinth GR

Einmal eingerichtet nahmen wir den Weg zu den Ausgrabungsstätten in Angriff. Museum, Tempel und jede Menge alte Steine können da besichtigt werden.

Wer nicht alles zu Fuss besichtigen möchte kann am Fuss der Antiken Stadt das Ganze von der Terrasse eines Restaurants betrachten. Auch sehr schön.

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Antikes Korinth

Am Abend genossen wir ein herrliches Abendessen im alten Korinth mit Sicht auf das Meer. Während unseres Essens ging ein heftiges Gewitter nieder. Etwas mulmig war mir schon, denn wir haben die Fenster inkl. Dachfenster einen Spalt weit offen gelassen. Es zeigte sich jedoch bei unserer Ankunft beim WoMo, dass alles trocken geblieben war. Wir stellten die Stühle raus und nahmen noch einen Schlummertrunk. Danach verbrachten wir eine ruhige Nacht, trotz bellenden Hunden und naher Autobahn. Apropos bellende Hunde, an die sollte man sich in Griechenland gewöhnen. Aus Angst vor Einbrechern haben sich viele Hausbesitzer Hunde zugetan. Und wie das bei diesen Tieren so ist, fängt Einer an zu bellen, tun es ihm alle Anderen gleich… Zum Glück stört uns das nicht 😉

Samstag 27.06.2015
Am nächsten Tag besuchten wir den Akrokorinth. Eine Burg mit 3 Reihen Burgmauern auf dem Berg hoch über dem alten Korinth. Bei klarer Sicht kann man von dort das 80 Km entfernte Athen sehen. Es ist zwar etwas Fussmarsch von Nöten, aber die Aussicht und die Burg sind einfach sehenswert!

Aussicht vom Akrokorinth

Aussicht vom Akrokorinth

Bei unserer Abfahrt aus Korinth waren wieder dunkle Wolken aufgezogen. Trotzdem wollten wir unbedingt das alte Theater von Epidavros besuchen. Ein wahres Wunderwerk der alten Griechischen Baukunst. Das Theater ist ein exakter Halbkreis. Es ist akustisch so ausgelegt, dass  man von jedem Sitz aus, alles hört. Es gibt auf der Bühne einen runden Stein. Wenn man das steht und etwas sagt, oder ein Geräusch von sich gibt, hört es sich an, als hätte man Kopfhörer an! Ein ganz spezielles Gefühl! Das Theater wird auch heute noch für Aufführungen benützt. 

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Da auch in Epidavros Regenwolken aufzogen, beschlossen wir, so schnell wie möglich in den Süden zu fahren. Auf der neu gebauten Autobahn ging es zügig voran. Mehrere Tunnel durchqueren die überraschend hohen Berge. Mein Altimeter zeigte über 700 m Höhe an. Unser erstes Ziel war Kalamata. Da wir noch fit waren, fuhren wir daran vorbei. Unser ADAC Campingführer zeigte uns einen Camping an der Westküste des westlichsten Arms des Pelepones. Unser Navi führte uns durch kurvenreiche, sehr enge Strassen sicher an’s Ziel. Ich bin sicher, dass es da eine angenehmere Route geben muss, aber so haben wir ein paar herzige Dörfer gesehen…

Um 19h30 erreichten wir den Camping Loutsa in Finikounda. Ein schöner Camping mit grosszügigen Parzellen, sauberen Nasszellen und eigenem Strand! Die hohen Bäume geben viel Schatten und Stellplätze sind eben. 

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Camping Loutsa, Finikounda GR

Am Strand zeigte sich der zuvor erwähnte Egoismus wieder. Die besten Plätze am Strand wurden belegt von fix installierten Zelten und sonstigen Verbauungen der Feriengäste.

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Ehrlich gesagt finde ich solche Sachen uncool. Der Strand sollte von Allen benützt werden können, die schönsten Plätze gleich dauerhaft für sich zu beanspruchen, obwohl man nur wenige Zeit dort verbringt finde ich persönlich schon sehr egoistisch. Nun gut, wir beschlossen trotzdem, zwei Tage an diesem schönen Platz zu verbringen.

Am zweiten Tag kamen endlich unsere Velos zum Zug. Wir fuhren in’s knapp 2 Km entfernte Dorf, welches echt schön ist. Vorne am Strand befinden sich mehrere Restaurants. Auf der Rückseite der Häuser gibt es eine Strasse mit Bars, Läden und Restaurants. Wirklich schön gelöst.

Am Abend genossen wir ein wunderbares Essen mit Aussicht auf das Dorf.

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Am Montag 29.6.2015 verliessen wir Finikounda in Richtung Killini, wo wir die Fähre nach Zakynthos nehmen wollen. 12 Km von Finikounda entfernt liegt Methoni mit seiner Festung. Diese haben wir noch kurz besichtigt. Eindrücklich wie sich dieses riesige Bauwerk in’s Meer hinaus erstreckt. 

Festung von Methoni GR

Festung von Methoni GR

Unser Navi behauptet, dass wir für 135 Km Fahrt von Methoni nach Killini über 6 Stunden brauchen werden. Etwas verwirrt nehmen wir die Fahrt in Angriff. Die Hauptstrasse ist tatsächlich nicht breit genug, damit 2 Lastwagen kreuzen können. Mit Durchschnittstempo 40 fahren wir der Küste entlang. Doch nach wenigen Kilometern wechselt die Strasse zur üblichen breiten Überlandstrasse. Nach etwa 3 Stunden sind wir dann auch am Ziel in Killini und können direkt auf die Fähre fahren. Nach einer Stunde erreichen wir den Hafen von Zakynthos und nach ein paar Minuten Fahrt auf engen Strassen sind wir endlich an unserem Ziel, dem Camping Zante in Tragaki, angekommen. Hier machen wir es für etwas mehr als eine Woche gemütlich. Da wir die Insel schon recht gut kennen, verzichten wir auf das übliche Touristen Sightseeing und beschränken uns auf Essen, Trinken, Schlafen – die Erholung soll schliesslich nicht zu kurz kommen. Wer aber zum ersten Mal auf Zakynthos ist, dem empfehlen wir die Ausflüge zu den Blue Caves, Ship Wreck, die Riesenschildkröten Bucht „Caretta Caretta“ und den Sonnenuntergang in Keri oder Porto Vromi.

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Camping Zante, Zakynthos GR

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Camping Zante, Zakynthos GR

Hier noch etwas grundsätzliches zum Autofahren in Griechenland. Ein Sprichwort sagt, When in Greece, do like the Greeks! Ich empfehle dies zu beherzigen. Die meisten Überlandstrassen sind im Prinzip wie bei uns in der Schweiz, also je eine Fahrspur. Jeweils rechts davon gibt es aber einen Pannenstreifen. Dieser wird im Normalfall benützt um zu fahren. Die richtige Fahrspur dient als Überholspur. Man muss aber den Kopf bei der Sache behalten, dieser „Pannenstreifen“ ist manchmal nur 1 Meter breit, manchmal 3-4 Meter. Auch kann dort plötzlich ein Esel, Mofa oder Fussgänger sein. Die Geschwindigkeitstafeln werden meist als absolute Geschwindigkeits-Untergrenze verstanden. Wenn ich mit den erlaubten 90 Fahre werde ich von allen überholt, inklusive Lastwagen, Busse und natürlich der Polizei! Gestreifte- einfache- oder doppelte Sicherheitslinien haben höchstens dekorative Bedeutung. Wenn man das alles weiss und handhabt wie die Griechen, macht das Fahren dort wirklich Spass.

Dienstag 7. Juli 2015
Da wir einem letzjährigen Fahrplan vertraut haben, verpassen wir die Fähre von Zakynthos nach Killini am Vormittag… Dann halt etwas essen und noch ein bisschen den Anblick des schönen Städtchens geniessen. Pünktlich um 14h45 legen wir ab. In Killini angekommen gebe ich im Navi den Camper Stop Strofilia Forest in Kalogria ein. Eine gute Stunde später sind wir auch schon da. Dieser Stellplatz ist echt ein Bijou. Mit Dächern Shop, WC, Aussendusche und genügend Platz für 65 Wohnmobile. In unmittelbarer Nähe befinden sich 2 Tavernas und direkt neben dem Stellplatz ein neues Hotel mit Restaurant und Bar. In ca. 500 Meter Entfernung ist der Sandstrand. Die Bucht erstreckt sich über mehrere Kilometer. Wunderschön! Am Ende der Bucht gibt es einen Sandhügel der recht beeindruckend ist. Dort gibt es auch eine grosse Bar welche die Strandliegen mit Sonnenschirmen bedient. Von dort aus ist auch der Sonnenuntergang überwältigend!   

Unsere Velos kamen natürlich auch wieder zum Einsatz 🙂

Als wir dieses kleine Paradies sahen, waren wir uns schon sehr reuig, dass wir die Fähre am Vormittag verpasst haben. Aber wir werden auf jeden Fall hierher zurück kommen.

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Camper Stop, Strofilia Forest, Kalogria GR

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Kalogria GR

Mittwoch 18. Juli 2015
Da unsere Fähre nach Ancona erst um 17h30 ablegte, haben wir die Check-Out Zeit bis zur letzten Minute ausgereizt. Um 13 Uhr verliessen wir das Gelände, doch nur um direkt gegenüber noch einen Happen zu essen. Natürlich haben wir davor noch einmal im Meer gebadet – der letzte Schwumm im Griechischen Meer.

Nach einer guten Stunde Fahrt kamen wir in Patras an. Dort kurz die Papiere geholt und gleich eingeschifft. Der Anweiser zeigt mir einen Platz, ganze 3 Camperlängen hinter dem offenen Deck. Da dies das Schiff Superfast XI ist, gibt es auf diesem Deck keine Fenster. Der ganze Bereich, welcher für Camper reserviert ist, bleibt leer. Verwundert frage ich den Anweiser, weshalb wir nicht auf das offene Deck könnten. Dies sei für die Camper welche in Igoumenitsa zusteigen. Also bezahlen wir nicht nur mehr, sind länger auf dem Schiff, wir haben auch noch die schlechtesten Plätze! Hinter und neben uns sind nur noch LKW’s! Ich glaube, ich werde den Leuten von Superfast ein Mail schreiben müssen. Ich glaube mich zu erinnern, dass letztes Mal das offene Deck zuerst mit Campern in Patras gefüllt wurde, und die „schlechteren“ Plätze bekamen die späteren Gäste. Soweit ich das gesehen habe, ist das auch rangier-technisch möglich! Ich habe schliesslich jahrelange Tetris- und Rush Hour Erfahrung, ich muss es wissen 😉 🙂

Donnerstag 09.07.2015
Die Nacht war ruhig und lang. So eine Überfahrt ist halt schon ein wenig langweilig, trotz Büchern, DVDs und Internet, welches aber auf dem Camping Deck nicht funktioniert und auch sonst sehr langsam ist.

Mit gut 1.5 Stunden Verspätung treffen wir in Ancona ein. Es herrscht Aufbruchstimmung, alle machen sich zur Abfahrt bereit, doch es passiert nichts… Anscheinend gibt es Probleme beim Ausladen. Eine ganze Stunde nach dem Beginn der Ausschiffung verlassen wir als letztes Fahrzeug die Superfast XI…

Wir nehmen Kurs auf Rimini wo wir im Camping Riccardo in Bellaria übernachten werden.

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Camping Riccardo, Rimini I

Der Platz ist eng und voll. Ich kann nicht genau sagen weshalb, aber irgendwie gefällt uns der Platz nicht so. Spielt aber keine Rolle für eine Nacht. Die Sanitäranlagen sind sauber, die Leute freundlich.

Wir gehen zum Strand und wissen nicht ob wir weinen oder lachen sollen. Nach dem unglaublich sauberen, türkis-farbenen Meer mit 10 Meter Sicht in Griechenland empfängt uns hier eine braun-grüne Brühe mit ca. 10 cm Sicht. Aber das Bad darin ist trotzdem sehr erfrischend.

Wir beschliessen per Bus nach Rimini zu fahren. Dort gibt es Pizza für uns. Leider entscheiden wir uns wieder einmal für das falsche Restaurant. Die Pizza ist nicht gut. Nach einer Fahrt auf dem Riesenrad wollen wir den Weg nach Hause nehmen. 2 Busse fahren vorbei, weil sie bereits völlig überfüllt sind. So nehmen wir ein Taxi. Kostet halt 30 statt 2 Euro.

Freitag 10.07.2015
Da der Platz ausgesprochen Hundefreundlich ist, werden wir am Morgen bereits um 07h30 vom Gebell mehrerer Pelzträger geweckt. Wir verlassen den Platz um 09h15 und fahren mit 2-3 Pausen durch bis Tenero.

Nachdem wir bei unserem letzten Besuch auf einem 5 Sterne Camping eher enttäuscht wurden, gaben wir einem zweiten Solchen eine Chance. Der Camping Miralago ist gut gefüllt. Schön gelegen mit Pool, Pool-Bar und kleinem Sandstrand. Haben wir in GR und I immer so um 20-25 Euro pro Nacht gelöhnt, wurden hier satte 96 CHF fällig. Trotz der schönen Lage fand ich jetzt diesen Preis völlig überteuert. Wir essen im Restaurant. Leider scheinen dort keine Fachkräfte zu arbeiten. Das Essen ist ok und die Bedienung völlig überfordert.

Camping Miralago, Tenero TI

Camping Miralago, Tenero TI

Samstag 11.07.2015
Nach einer sehr ruhigen Nacht verlassen wir das Tessin in Richtung Seeland. Nachdem wir auf Autobahnraststätten in Italien 1 – 1.10 Euro für einen Espresso bezahlt haben trifft mich auf der Raststätte in Neuenkirch fast der Schlag. CHF 4.40 für einen Espresso! Irgendetwas läuft schief in unserem Land! Kommt noch dazu, dass der Kaffee in Italien 10 mal besser ist!

Zuhause um 15h30 angekommen reinigen wir unser Gefährt und können endlich unserer Familie von den vielen Erlebnissen und Eindrücken berichten.

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